Wir über uns

Geographische Lage

Die Hegegemeinschaft Schwarzenfeld liegt mitten in der nördlichen Oberpfalz, am Zusammenfluss der Flüsse Naab und Schwarzach. Der geographische Mittelpunkt der Oberpfalz befindet sich auf dem Gebiet der Hegegemeinschaft Schwarzenfeld, in einer mittlerweile gefluteten Tongrube nahe des Ortsteils Frotzersricht.

Der räumliche Wirkungsbereich der Hegegemeinschaft wird durch 16 Gemeinschafts- und 3 Eigenjagdreviere gebildet.
Die Jagdreviere geben zusammen eine Fläche von: 11.121 ha.

Aktuell beträgt die Mitgliederzahl 146. (Stand 2025)

Geschichte Entwicklung

Die Jagd ist ein wesentliches Element in der Entwicklung der Menschheit. Lange bevor unsere Vorfahren Ackerbau und Viehzucht betrieben, ermöglichte die Jagd und das Sammeln von Nahrungsmitteln den Fortbestand und die Entwicklung unserer Spezies zum modernen Menschen. Bis ins frühe Mittelalter war die Jagd für die ländliche Bevölkerung essenziell nicht nur zur Nahrungsversorgung, sondern auch zum Schutz der Felder. Erst dann rissen die herrschenden Gesellschaftsschichten das Privileg der Jagd als exklusives Vergnügen an sich. In der Neuzeit war die Jagd in Deutschland durch strenge Gesetze geregelt. Nach der Gründung des deutschen Reiches 1871 entstand unter Bismarck ein Jagdgesetz, dass dem heutigen System schon sehr ähnlich ist. Zur Zeit des Nationalsozialismus wurde durch die damaligen Machthaber das Jagdrecht weiter verändert. Im Februar 1949 wurde durch den alliierten Kontrollrat das Reichsjagdgesetz aufgehoben und im Dezember 1949 erließ der Bayrische Landtag das Jagdgesetz, das wir heute kennen. Nachdem Jagdreviere gebildet wurden und Pächter die Verantwortung für die Ausübung der Jagd übernahmen, wurde schnell klar, dass es eine Ebene braucht, um die Belange der Jagdbehörde und der verantwortlichen Personen in den Revieren zu verknüpfen. So wurden die Kreisgruppen und Hegegemeinschaften ins Leben gerufen.

Der früheste schriftliche Nachweis für die Existenz der Hegegemeinschaft Schwarzenfeld ist ein Antrag an die Kreisverwaltung Nabburg, die Sperrstunde für den Jägerball am 30.01.1954 auf 3 Uhr zu verlängern. Der damalige Hegegemeinschaftsleiter war der Schneidermeister Rudolf Söldner aus Schwarzenfeld. Das nächste Dokument ist eine Aufstellung der Kosten für das Jagdanschießen am 27.05.54. Bemerkenswert ist der Posten für die musikalische Begleitung von 100 DM. Im Jahr 1956 wurde eine Fahne beschafft, die sich immer noch in unserem Besitz befindet. Am 27.10.1959 fand die 1. Versammlung mit einem Protokoll statt. Leiter war damals kommissarisch Anton Kallmünzer. Die 1. Besprechung für einen Abschussplan Rehwild fand am 13.04.1960 statt. Nachdem sich die ersten 10 Jahre die Hegegemeinschaft sehr erfolgreich mit den gesellschaftlichen Aspekten der Jagd beschäftigt hatte, wurde es jetzt ernst.

Doch nach wie vor gab es jedes Jahr eine Hubertusmesse, einen Jägerball und ein Schießen zum Jagdbeginn in Schwarzenfeld. So wurde die Hegegemeinschaft zum festen Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in der Marktgemeinde. Die Jagdhornbläsergruppe als wesentlicher Bestandteil und Aushängeschild der Hegegemeinschaft kann auf eine noch längere Tradition verweisen.